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keto­gene Ernäh­rung und exogene Ketos

Exogene Ketone – welche Wirkung haben sie auf deine Leis­tungs­fä­hig­keit?

Die keto­gene Ernäh­rungs­weise zählt zu den Low-Carb-Diäten und zeichnet sich durch den fast kompletten Verzicht auf Kohlen­hy­drate und vor allem Zucker aus. Der Kohlen­hy­drat­mangel soll den Stoff­wechsel verän­dern und dafür sorgen, dass der Körper verstärkt auf Fett als Ener­gie­quelle zurück­greift. Im normalen Fett­stoff­wechsel wird viel Sauer­stoff benö­tigt. „Kennt“ der Körper Fett besser über die keto­gene Ernäh­rung, kann er über einen anderen Stoff­wech­sel­pro­zess viel effek­tiver sowohl Fet aus der Nahrung als auch das eigene Körper­fett als Ener­gie­quelle nutzen. In diesem Beitrag erfährst du mehr über dieses Thema und über die Effekte, die Ketos auf deine Gesund­heit haben.

Was ist eine keto­gene Ernäh­rung?

Das keto­gene Ernäh­rungs­prinzip soll den Appetit redu­zieren, die Fett­ver­bren­nung ankur­beln und die körper­liche und mentale Leis­tungs­fä­hig­keit stei­gern. Diese Ernäh­rungs­form kann auch Muskel­aufbau und beim Abnehmen hilf­reich sein. In Studien (1) wurden auch bei manchen Krank­heits­bil­dern sehr gute Verbes­se­rungen gezeigt. Z.B. kann bei Epilepsie ein großer Teil der Symptome durch die keto­gene Ernäh­rung fast ganz verschwinden.

Bei Ketonen handelt es sich um Kohlen­was­ser­stoff-Mole­küle, deren Struktur an sehr kurze Fett­säuren erin­nert. Beim Abbau von Fett­säuren im Körper entstehen die drei Mole­küle Aceton, Acetoacetat und Beta-Hydro­xy­bu­tyrat. In der Medizin werden diese Bestand­teile als Keton­körper bezeichnet. Sie gelten als eine Art Treib­stoff für den Orga­nismus und zählen zu den wich­tigsten Ener­gie­lie­fe­ranten für das Gehirn. Da sie ein natür­li­cher Teil unseres Stoff­wech­sels sind, zählen sie zu den normalen Ener­gie­quellen. Bei Ketonen wird zwischen exogenen und endo­genen Formen unter­schieden. Während exogene Ketone dem Körper mit der Ernäh­rung zuge­führt werden müssen, kann dieser endo­gene Ketone selbst herstellen. Diese körper­ei­genen Ener­gie­re­serven sind wichtig für die Funk­ti­ons­fä­hig­keit des Gehirns und der Musku­latur. Durch eine keto­gene Ernäh­rungs­weise kann dein Körper daher optimal mit Energie versorgt werden. Da die keto­gene Diät viel Energie liefert, hast du mehr Kraft und Ausdauer, sodass du leis­tungs­stärker im Sport wirst. Außerdem sollen die keto­gene Ernäh­rungs­weise dazu beitragen, dass das Gehirn besser funk­tio­niert, da die Gehirn­zellen gleich­mäßig mit Energie versorgt werden. Bei der keto­genen Ernäh­rungs­form, die auf dem Konzept einer Low-Carb-Diät beruht, wird fast voll­ständig auf Kohlen­hy­drate verzichtet. Dies soll dazu führen, dass die Kohlen­hy­drat­spei­cher geleert werden, damit dein Körper auf die Fett­de­pots zurück­greift. Die benö­tigte Energie wird dabei durch den Abbau von Fetten zu Keton­kör­pern und nicht wie üblich durch die Umwand­lung von Kohlen­hy­draten in Zucker gewonnen. Bei einer keto­genen Diät wird die Fett­ver­bren­nung verbes­sert. Gleich­zeitig soll sich diese Ernäh­rungs­form auch positiv auf die physi­sche und mentale Leis­tungs­fä­hig­keit auswirken. Über einen längeren Zeit­raum durch­ge­führt können aller­dings bei dieser Diät bedingt durch die nied­rige Vitamin­auf­nahme und die hohe Fett- und Eiweiß­zu­fuhr einige Mangel­er­schei­nungen auftreten. Daher ist diese Ernäh­rungs­form nicht für jeden Menschen im Alltag umsetzbar. Die Keto-Diät führt zu Verän­de­rungen beim Stoff­wechsel. Vor allem in der Anfangs­phase muss sich dein Körper an die neue Ernäh­rungs­form anpassen.

 

Produk­tion der Keton­körper.

Beim Fasten und während einer Keto-Diät beginnt dein Körper damit, Ketone zu produ­zieren. In der Leber werden diese Keton­körper aus mobi­li­sierten Fett­säuren herge­stellt, wenn durch den Verzicht auf Zucker im Blut kaum noch Glukose vorhanden ist. Dein Körper ist deshalb gezwungen, auf eine andere Ener­gie­quelle zurück­zu­greifen und bedient sich deiner Fett­re­serven. Als fett­ba­sierte Ener­gie­form können Keton­körper fast vom gesamten Körper genutzt und verwertet werden. In der Ketose spielen die Mole­küle Aceton, Acetoacetat (AcAc) und Beta-Hydro­xy­bu­tyrat (BHB) eine wesent­liche Rolle. Aceton entsteht als Abfall­pro­dukt bei der Fett­ver­bren­nung und wird über den Atem und den Urin wieder ausge­schieden, während Acetoacetat und Beta-Hydro­xy­bu­tyrat zur Ener­gie­pro­duk­tion verwendet werden. Der typi­sche Keto-Mund­ge­ruch, der manchmal zu Beginn der Ketose wahr­nehmbar ist, wird durch Aceton verur­sacht und ist eine harm­lose Neben­wir­kung. Als stabilster Keton­körper dient Beta-Hydro­xy­bu­tyrat zur Herstel­lung der Ketone.

Im Gegen­satz dazu handelt es sich bei exogenen Keton­kör­pern um die Mole­küle, die dein Orga­nismus nicht selbst produ­zieren kann. Diese haben dieselbe Wirkung wie die selbst produ­zierten Ketone. Häufig werden diese Nahrungs­er­gän­zungen verwendet, damit der Keto­gen­spiegel im Blut ansteigt, auch wenn man sich noch nicht im keto­genen Zustand befindet. Damit erspart man sich die Umstel­lung auf eine keto­gene Ernäh­rungs­form und kann trotzdem von den Vorteilen profi­tieren.

 

Welche Vorteile hat die Einnahme exogener Ketos?

Exogene Ketos sollen dabei helfen, auch ohne Nahrungs­um­stel­lung in die Ketose zu kommen. Die Fähig­keit, die Glukose-Blut­werte sowie die Werte von Trigly­ce­riden und freien Fett­säuren zu senken, zählt unbe­streitbar zu den wich­tigsten Vorteilen exogener Ketos. Bei einer Gewichts­ab­nahme ist dieser Faktor von entschei­dender Bedeu­tung. Für gesunde Menschen gilt die Einnahme exogener Ketos als sicher. Ein großer Vorteil besteht darin, dass zuge­führte Stoffe von deinem Körper nicht umge­wan­delt werden müssen, sondern dem Orga­nismus unmit­telbar nach der Einnahme zur Verfü­gung stehen. Meist werden Nahrungs­er­gän­zungs­mittel direkt vor einem Wett­kampf einge­nommen, um die Ener­gie­zu­fuhr zu stei­gern. Auch die Einnahme zur Büro­ar­beit im oft stres­sigen Manger-Alltag kaann sinn­voll sein. Da die Ketone dem Körper primär im Gehirn als Energie zur Verfpgung stehen, wird Kopf­ar­beit direkt geför­dert. Anders als Kohlen­hy­drate bleiben exogene Ketos länger im Blut, sodass deine Leis­tungs­fä­hig­keit im Sport und im Büro erheb­lich gestei­gert wird. Mitt­ler­weile gibt es Unter­su­chungen, die besagen, dass Ketos mögli­cher­weise auch Krank­heiten wie Parkinson oder Alzheimer entge­gen­wirken könnten. Aus diesem Grund wird die keto­gene Ernäh­rung nicht nur von Sport­lern bevor­zugt. Bei der Umstel­lung auf eine keto­gene Ernäh­rung kann es verein­zelt zu Neben­wir­kungen kommen. So wurden in seltenen Fällen Erst­be­schwerden wie Schwindel, Magen­pro­bleme, Kopf­schmerzen oder Stim­mungs­schwan­kungen in den ersten 3-7 Tagen beob­achtet. In der Regel sind diese Beschwerden unbe­denk­lich und verschwinden nach einigen Tagen von selbst wieder. Dieser vorüber­ge­hende Zustand wird als Keto­grippe bezeichnet. Die Symptome, zu denen auch Mattig­keit oder Schlaf­pro­bleme gehören können, werden vom Stoff­wechsel ausge­löst, der sich erst an die neuen Umstände gewöhnen muss. Bei der Einnahme exogener Ketos treten diese Beschwerden nicht auf oder es kann die Dauer einer Keto­grippe verkürzen. Bei vorhan­denen gesund­heit­li­chen Problemen soll­test du vorher deinen Haus­arzt konsul­tieren.

Effi­zi­ente Ener­gie­ver­sor­gung ohne Nahrungs­um­stel­lung

Exogene Ketos zählen zu den Nahrungs­er­gän­zungen und sind keine Doping­mittel, daher auch im Profi­sport unbe­denk­lich. Die Wirkung exogener Ketos tritt in der Regel direkt auf. Exogene Ketos können den Effekt einer keto­genen Diät erhöhen und gelten als effi­zi­ente Ener­gie­ver­sor­gung und als Alter­na­tive zur herkömm­li­chen Glukose. Sie können dir auch dabei helfen, deine Leis­tungen zu stei­gern, ohne dass du deine Ernäh­rung umstellen musst. Durch ihre sofor­tige Wirkung verhelfen dir exogene Ketos zu einer schnellen Ketose. Dein Körper ist dabei aller­dings nicht keto-adap­tiert, sodass dieser Effekt auch wieder nach­lässt. Exogene Ketos können eine keto­gene Lebens­weise daher auf Dauer nicht ersetzen. Aller­dings können sie für einen mentalen und physi­schen Ener­gie­schub sorgen und dazu beitragen, dass du einige Stunden lang über eine höhere Ener­gie­leis­tung verfügst und dadurch auf mentale und körper­liche Heraus­for­de­rungen besser reagieren kannst. Wenn du dich im Zustand der Ketose befin­dest, sinkt dein Hunger­ge­fühl. Weil es nicht zu Blut­zu­cker­schwan­kungen kommt, hast du auch keine Heiß­hun­ger­at­ta­cken. Dies ist auch beim Abnehmen ein großer Vorteil. Da durch den Zucker­ver­zicht bei einer keto­genen Diät weniger Zucker­mo­le­küle gespei­chert werden, verbes­sert sich dein Haut­bild. Wenn du die Vorteile einer Ketose kurz­fristig ausnutzen willst, kannst du dies ohne Ernäh­rungs­um­stel­lung mithilfe exogener Ketos errei­chen.

Seit einiger Zeit teste ich sehr erfolg­reich in Sport und Büro exogene Ketos. Wenn auch du diese gerne testen möch­test, kann ich dir DIESE gerne empfehlen.

 

 

 

Quellen:

(1): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26859528/